Dr. Stefan Hoerdler
Foto: Thomas Müller

Aktuelles

23. Juli 2020
Der Mörder unter uns
„Zeit Online“ über das Urteil im Hamburger Stutthof-Prozess
„Der Gutachter Stefan Hördler, bis 2019 Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und seitdem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Georg-August-Universität Göttingen, machte deutlich: Bruno D. musste von den Morden im KZ gewusst haben. (...)“ | zum Artikel | siehe weitere Berichte zum Urteil und Prozessverlauf z.B. im „Spiegel“, auf „NDR“, in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, in der „taz“ und im „Guardian“

6. Mai 2020
„Die fotografische Inszenierung des Verbrechens. Ein Album aus Auschwitz“ in bpb-Schriftenreihe veröffentlicht
Gemeinsame Publikation mit Tal Bruttmann und Christoph Kreutzmüller nun auch über Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich
„Tal Bruttmann, Stefan Hördler und Christoph Kreutzmüller haben in akribischer Forschungsarbeit die Herkunft der abgebildeten Menschen, die Entstehung und den ideologischen Kontext des Albums analysiert und ordnen die Bilder in diese Zusammenhänge ein. Bewusst setzen sich die Autoren mit der Diskrepanz und den Deutungsebenen auseinander, die der Fotografie als (miss)interpretierbarer, (schein)objektiver Visualisierung eigen sind. (...)“ | zum bpb-Shop

28. Januar 2020
Ein Tag in Auschwitz
Historische Fachberatung für Dokumentarfilm von Winfried Laasch und Friedrich Scherer,
ZDF, 28. Januar 2020, 20.15 Uhr | Besprechung u.a. in der „Frankfurter Rundschau“
„Die Dokumentation fokussiert einen ‚typischen‘ Tag in Auschwitz, Ende Mai 1944. Doch sie beleuchtet auch verschiedene Wege, die Opfer, aber auch Täter genommen hatten, bevor sie in das Konzentrations- und Vernichtungslager kamen. Authentische Fotos, Zeichnungen von KZ-Häftlingen, aber auch Selbstzeugnisse der Lager-SS wurden filmisch und grafisch in die 90-minütige Dokumentation eingefügt. Schauplätze auf den Fotografien werden mit Orten der Gedenk-Anlage heute abgeglichen, der Weg durch den Tag vor Ort wird rekonstruiert, in den geschichtlichen Kontext gestellt und durch Zeitzeugen und Historiker gedeutet. (...)“ | mehr Informationen | zum Film


Neuerscheinungen

Buchcover

Die fotografische Inszenierung des Verbrechens. Ein Album aus Auschwitz,
wbg Academic (mit Tal Bruttmann und Christoph Kreutzmüller) | mehr Informationen | Sonderausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung

Pressestimmen:

„Dieses Buch ist eine Offenbarung - eine gelungene Mischung aus akribischer fotografischer Detektivarbeit und fundiertem historischen Wissen. Wer nicht nur die Aufnahmen, sondern auch das Funktionieren der Todesmaschinerie in Birkenau begreifen will, muss dieses Werk beachten.“
Peter Hayes, Northwestern University, USA

„Das Buch regt dazu an, sich längst bekannte Bilder neu anzusehen. Es liefert sorgfältig recherchierte Hintergründe und Kontexte. Die Autoren reflektieren nicht nur Sehgewohnheiten und 'Konjunkturen' der Rezeption, sondern auch die Geschichte der öffentlichen Auseinandersetzung (oder Nichtwahrnehmung) der Bilder. Und schließlich fragen sie danach, wie beim Umgang mit den Fotos die Würde der Opfer, die darauf zur Schau gestellt werden, gewahrt werden kann.“
Susanne Heim, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin

„Dieses sorgfältig recherchierte Buch bringt mehr Licht in das dunkle Schicksal, das die Juden aus Ungarn nach ihrer Ankunft in Auschwitz-Birkenau erwartete - darunter auch mein Vater Eugene Black (JENO SCHWARCZ), meine Großeltern und zwei Tanten. Es ist grundlegend für das Verständnis des Holocaust, seiner Opfer und der Täter.“
Lilian Black, Vorsitzende der Holocaust Survivors’ Friendship Association, Leeds, England


weitere Neuerscheinungen:

Das Höcker-Album. Auschwitz durch die Linse der SS, wbg Academic (hrsg. mit Christophe Busch und Robert Jan van Pelt). Sonderausgabe 2020, 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage | mehr Informationen

Zwischen Systemkonformität und Massenmord. Die Berliner Polizeielite im Nationalsozialismus, in: Berliner Geschichte. Zeitschrift für Geschichte und Kultur (2020), H. 21, S. 28-37 | mehr Informationen